1990 – 1993 INTERNATIONALES THEATER LABORATORIUM

Gibt es noch Wege zum lebenden Schauspieler?

Theater das ist Austausch unter Menschen mit Ideen, das ist Sprache und Bewegung, Entdecken und Zulassen, ist die Freude am „Schauspielen“.

Nicht abgrenzen sollen sich die Ausdrucksmöglichkeiten,
sondern sich gegenseitig erkennen und bereichern.

Das ITL versteht sich in seiner neuen Definition als praktische Theaterarbeit, die Schauspielern, Tänzern und Mimen Gelegenheit zur Entwicklung neuer Ausdrucksmittel und deren unmittelbarer Verwendung bietet.

Zum ersten Mal ist in Wien die Möglichkeit geschaffen worden, ganzjährig an Kursen und Workshops mit international anerkannten Lehrern verschiedenster Theaterrichtungen aus Europa und Asien teilzunehmen. Innerhalb des Laboratoriums werden Theaterprojekte entwickelt und aufgeführt, neue Schauspieler ausgebildet.
Die Grundlage für das erste Arbeitsjahr des Laboratoriums ist:

GIBT ES NOCH WEGE ZUM LEBENDEN THEATER?

Das Laboratorium ist in Aufbau und Funktion ähnlich dem Körper eines Menschen organisiert: Alle Bereiche des Theaters stehen in einem wechselseitigen Arbeitsprozeß zueinander, welchen die Teilnehmer Schritt für Schritt durchlaufen.
Durch das breitgefächerte Unterrichtsprogramm können die Teilnehmer ihre eigenen Horizonte erweitern, ihre persönlichen Fähigkeiten weiter ausbilden und neue Momente für ihre Arbeit entwickeln. Dadurch werden neue Impulse für ein "lebendiges" Theater entstehen.
Am Laboratorium nehmen Schauspieler und Tänzer aus den verschiedensten Ländern teil. Somit ist in Wien ein weiterer Treffpunkt für interkulturelles Schaffen mit internationaler Reichweite geschaffen worden.

Zyklus I (Nov. 1990 – Juni 1991)

Mitwirkende: Monika Pagneux (Frankreich), Yoshi Oida (Japan), Bruce Myers (Großbritannien), Lin Huan Shang (China), Frankie Armstrong (Großbritannien), Wolfgang Gufler (Deutschland), Guf, Henning v. Vangerow (Deutschland), Francesco Agnello (Italien), Fura Dels Baus (Spainien), Tuncel Kurtiz (Türkei).

Zyklus II (Jänner – Juli 1992)

Mitwirkende: Yoshi Oida (Japan), Alexei Levinsky (USSR), Monika Pagneux (Frankreich), Kalanidhi Narayanan (India), Zygmunt Molik (Polen), Bonnie Showers (USA).

Zyklus III (Jänner – November 1993)

Mitwirkende: David Hirsch (USA), Martin Fried (USA), Monika Pagneux (Frankreich), Sophia C. Michopolou (Griechenland), Oleg Liptsyn (Russland), Zygmunt Molik (Polen).